Kochen mit Wein
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Kochen mit Wein

Herbst in der Weinregion Baden-Würtemberg, da kann es nur kuliarisch werden und es wird höchste Zeit, dass wir beide über das Thema Kochen mit Wein sprechen. Ich selber koche sehr gerne mit Wein und damit meine ich nicht mein obligatorisches Glas Wein, das ich beim Kochen trinke (wenn ich in Ruhe was besonderes koche, selbstverständlich nicht jeden Tag).

Ich finde, das Thema Kochen mit Wein ist gar nicht so einfach wie man sich das immer vorstellt. Welchen Wein nimmt man? Was muss ich beachten, wenn Kinder mitessen? Da nimmt man doch immer den billigen Wein der sonst nicht schmeckt…Viele Fragen und Mythen, wenn es um das Kochen mit Wein geht und deswegen bekommst Du heute ein paar Tipps und Tricks von mir, damit Deiner nächsten Kochsession nichts mehr im Weg steht.

Kochen mit Wein

Alkoholfrei kochen mit Wein:

Jetzt fragst Du dich bestimmt gerade, ob Du hier richtig gelandet bist. Ja, bist Du, aber auch das Thema gehört dazu. Wenn zum Beispiel Kinder mitessen, ist es eine wichtige Angelegenheit. “Ach der Alkoholist doch schnell verkocht ” – nein so schnell geht es eben nicht. Erst nach drei Stunden in der Alkohol komplett verkocht, es lohnt sich also, über ein Schmorgericht nachzudenken. Nach einer halben Stunde sind es noch ca. 35% des Alkoholgehaltes, nach einer Stunde ca. 25% und nach zwei Stunden sind es ca. 10%. Hätte ich so nicht gedacht, Du?

Roten oder Weißen Wein zum Kochen:

Na welchen nimmt man denn jetzt? Klar, die Faustregel ist: Rotwein zu dunklen Gerichten und Saucen und Weißwein zu hellen Gerichten und Saucen. Das ist natürlich erstmal richtig, aber es geht natürlich nicht nur um die Farbe, sondern auch um Komponenten wie Säure, Zucker und Tannin, denn die finden sich später auch im Essen wieder. Ein Beispiel ist, dass Säure im Weißwein eine große Rolle spielt, die man beim Kochen mit Wein einkalkulieren muss. Nutzt man nämlich zusätzlich noch Zitrone oder Essig, kann das Essen schnell zu sauer werde. Bei Rotwein sollte man beachten, dass viele Weine sehr tanninhaltig sind. Wenn man diese Weine stark reduziert, kann es zu einer sehr herben Note kommen, die man auch mit einkalkulieren sollte.

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Der gute Korkgeschmack

Wer kennt das Gefühl nicht, man öffnet die Flasche, freut sich auf den ersten Schluck und dann…ist der Wein korkig. Was Du vielleicht noch nicht wusstest: Du kannst den guten Tropfen noch perfekt zum Kochen nutzen. Warum? Für den Korkgeschmack ist der chemische Stoff TCA (2,4,6-Trichloranisol) verantwortlich. Dieser Stoff verdampft während des Kochprozessen vollständig. 

Zum Abschluss habe ich noch 3 Tipps für Dich, damit zu startklar zum Kochen mit Wein bist:

  1. Koche nur mit Wein, den Du auch trinken würdest. Klar, man sagt immer, der schmeckt mir nicht, den kann ich ja noch zum Kochen verwenden. Du verwendest für dein leckeres Essen ja sonst auch keine minderwertigen Zutaten, also warum solltest Du das beim Wein tun.
  2. Achte unbedingt auf die Menge des Weins, die Du beim Kochen verwendest. Betrachte den Wein wie ein Gewürz, gehe behutsam damit um und vergiss das Abschmecken nicht.
  3. Verwendet Wein in euren Marinaden, egal ob bei Fleisch oder auch Gemüse, er macht es zarter wenn ihr es anschließend anbratet.

Ein Rezept mit Wein findest Du bereits auf meinem Blog und ich verspreche Dir, es werden noch mehrere mit der Zeit dazukommen. Was ist Dein Lieblingsgericht mit Wein.

Mehr Rezepte findest Du hier und für mehr Bilder schau mal bei Instagram vorbei.

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